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Port Forwarding

Mit einer Port-Weiterleitung, auch Port Forwarding genannt, können Sie mögliche Komplikationen, zum Beispiel One-Way-Audio oder Gesprächsabbrüche lösen. 

Was ist Port Forwarding und wieso ist es sinnvoll?

Port Forwarding wird im Router eingerichtet, um Verbindungen aus dem Internet direkt an Endgeräte weiterzuleiten.

In der Regel nutzt eine Firma einen gemeinsamen Internetanschluss. Alle Geräte des internen Firmennetzwerks greifen gemeinsam auf ihn zu. Erreichbar ist dieser Internetanschluss über seine IP-Adresse, die ihn im Internet eindeutig identifiziert. Damit die Geräte des internen Firmennetzwerks direkt angesteuert werden können, bekommen sie eine eigene, interne IP-Adresse vom Router. Für die Kommunikation mit Geräten außerhalb des Firmennetzes nutzen sie aber weiterhin den Firmenanschluss. 

Die Weiterleitung an die interne IP-Adresse definiert größtenteils das NAT-Verfahren (Network Address Translation). Manchmal finden aber IP-Gespräche nicht ihr angewähltes IP-Telefon, wenn die Zuordnung nicht richtig funktioniert. Deshalb ist die Einrichtung des Port Forwarding über die Firewall des Routers sinnvoll, um die Zuordnung zum Endgerät zu sichern.

Welche Ports Sie weiterleiten sollten

Zwei Internetprotokolle werden bei der IP-Telefonie aktiv: SIP und RTP (Session Initiation Protocol und Real-Time Transport Protocol). SIP stellt die Verbindung der Gesprächspartner her, während RTP für die Audio-Übertragung sorgt.

Deshalb ist es wichtig, die Weiterleitung für die Ports für SIP und RTP einzurichten. Dies geschieht sowohl im Endgerät als auch im Router.

So richten Sie Port Forwarding ein

Beginnen Sie, indem Sie die IP-Adresse Ihres Endgerätes herausfinden. Für einige Endgeräte bieten wir Ihnen dazu Step-by-Step-Anleitungen an. Auch die Bedienungsanleitung Ihres Gerätes kann Ihnen dabei helfen. 

Navigieren Sie dann in Ihrem Internetbrowser zur IP-Adresse Ihres Endgeräts. Dort können Sie die Port-Nummern Ihres Routers einstellen. Werkseitig eingestellt ist in der Regel der SIP-Port 5060, welcher meist auch einwandfrei funktioniert. Werden mehrere Geräte genutzt, ist es sinnvoll, mehrere SIP-Port-Nummern einzurichten. Vergeben Sie zum Beispiel die Nummern 4001, 4002, etc. 

Definieren Sie den RTP-Port wie Sie möchten, allerdings muss er größer als 1024 sein, z.B. 30000-30040, 30041-30080. Wichtig ist, dass Sie für unterschiedliche Telefone immer auch unterschiedliche Ports einrichten und nie den gleichen zweimal nutzen. Auch wichtig ist, dass zwischen den Ports mindestens 20, wenn nicht 40 Nummern liegen.

Haben Sie die Ports in Ihrem IP-Endgerät eingestellt, müssen Sie diese noch in Ihrem Router definieren, in der Hardware Firewall. Öffnen Sie im Internetbrowser die IP-Adresse Ihres Routers. Diese finden Sie gegebenenfalls mit Hilfe der Betriebsanleitung heraus. Nun verknüpfen Sie dort regelbasiert die Ports mit dem jeweiligen Endgerät.

Bestimmen Sie die Regeln für den SIP- und den RTP-Port auf diese Weise:

Regel A: SIP-Endgerät A - Port 4001; RTP-Endgerät A - Port 30000-30040.

Regel B: SIP-Endgerät B - Port 4002; RTP-Endgerät B - Port 30041-30080.

Port Forwarding über die Firewall

In Ausnahmefällen müssen Sie zusätzlich noch Port-Forwarding-Einstellungen an Ihrer Software Firewall vornehmen. Je nach Schärfe der Firewall kann dies für das Telefonieren über die virtuelle Telefonanlage nötig sein. Haben Sie eine Firewall oder Internet Security Suite installiert, müssen Sie die benannten Ports noch einmal manuell freischalten. Gehen Sie dazu in Ihre Firewall und definieren Sie unter "Port Forwarding" oder "Port-Freigabe" eine neue Regel für die oben benannten Ports.

PCAP Trace

Können Sie ein Problem nicht selbstständig lösen, hilft Ihnen unser Support gerne. Zur Erleichterung der Fehlersuche kann auch ein PCAP Trace erstellt werden. Dieses schneidet Netzwerkdaten eines Endgeräts mit. In Form einer Datei kann dieser Mitschnitt einem Support Ticket angehängt werden.